Jun. 13th, 2008

CLAMP-Lesebericht inklusive rant und squee.

Weil Tsubasa Reservoir Chronicle das totale Crossover ist, fühlte ich mich bemüßigt, nach und nach auch alles andere von CLAMP zu lesen, damit ich endlich weiß, wer all diese lustigen Nebencharaktere in Tsubasa sind. Mittlerweile bin ich in Anbetracht dessen, daß ich überhaupt keine Zeit habe, immerhin schon ein Stückchen weit fortgeschritten.
Da ich ständig jemandem Tsubasa empfehle, dachte ich, es nutzt diesen Leuten vielleicht, zu wissen, wie ich zu CLAMPs anderen Werken stehe.

Card Captor Sakura kannte ich schon. Es war nämlich das erste Manga, das ich überhaupt gelesen habe, vor etwa sechs Jahren, schätze ich. Damals gab es in der Lespress einen Artikel über Homosexualität in Manga, in dem CCS als Beispiel genannt wurde, und das hat mich neugierig gemacht. Ich mochte es damals, und heute mag ich es auch noch. Klar, es ist für Kinder geschrieben, davon hab ich mich aber noch nie abhalten lassen. Die Charaktere sind toll, die Zeichnungen hell und kreativ und fröhlich, und es werden gute Geschichten erzählt. Dient außerdem gut als Einführung in die CLAMP-Welt, denn es gibt noch keine verlorenen Augen oder abgeschlagenen Gliedmaßen, aber schon doppelte Identitäten, Leute, die die Zukunft träumen und Opfer aus Liebe.

Tokyo Babylon hab ich vor ein paar Tagen gelesen, so ziemlich in einem Rutsch. Anfangs fand ich es etwas schwierig, mich an die Zeichnungen zu gewöhnen, weil natürlich deren Qualität vor 18 Jahren noch eine andere war als heute. Und ich habe Schwierigkeiten mit dieser Konstellation, die im boylove-Manga so beliebt ist: der große breitschultrige Typ und der schmale jüngere kleinere Typ. Ich meine damit, ich habe mit der zeichnerischen Darstellung Schwierigkeiten. Ich kann einfach nicht mehr diese Bilder sehen mit dem großen Kerl, der den kleinen Kerl im Arm hat. (Und dann auch noch tatsächlich der dominantere ist). Allerdings gibt es Ausnahmen, in denen ich damit klarkomme (wie zum Beispiel PMKs Hijikata/Okita, obwohl das auch einfach anders gezeichnet ist), und Tokyo Babylon hat es sich erstritten, so eine Ausnahme zu sein. Ich habe Subaru und Hokuto mit ihrem so eigenen Neunziger-Jahre-Stil gleich gemocht, also habe ich weitergelesen. Und dann mochte ich auch die Stories, denn ich gehöre zu den gefühlt drei Leuten auf der Welt, die nichts gegen Geschichten haben, die soziale Probleme aus Weltverbessererperspektive behandeln. Das war alles einfach so Neunziger, im positiven Sinn, und die Zwillinge mit ihrem offenen und mutigen Blick auf die Welt vor dem Untergang - wunderbar. Seishirou entwickelte sich währenddessen zu einem der erschreckendsten Bösewichte die ich kenne. Mir läuft es jetzt jedes Mal kalt den Rücken runter, wenn ich Kirschblüten gezeichnet sehe. (und laßt euch gesagt sein, das ist nix, wenn man CLAMP liest! Ich muß immer erst rauskriegen, ob das da jetzt Sakura-sakura oder Sakurazukamori-sakura sind, bevor ich mich beruhigen kann. ;)) Tragisches Ende mag ich ja nicht so, aber hier war ich drauf gefaßt, und es hatte was, außerdem war es ja offen. Was natürlich hieß, daß ich jetzt dringend

X/1999 lesen mußte. Bugger.
Der erste Band steht schon seit Jahren in meinem Regal, ich habe ihn gekauft, nachdem ich CCS gelesen hatte. Trotzdem konnte ich mich nicht mehr richtig erinnern, was genau da eigentlich drin stand. Obwohl ich den Band sicher zweimal gelesen hatte (weil ich mich nach dem ersten Mal auch schon nicht mehr richtig hab erinnern können). Das war schonmal kein gutes Zeichen. Es stand dann auch wirklich in dem ersten Band nicht wirklich irgendwas drin. (Aha! Deshalb!) Heißt ja aber erstmal nichts, ich habe natürlich weitergelesen. Mittlerweile bin ich bei Band 12 und habe schonmal in den bis dato letzten reingeschaut.
X ist eine mittlere Katastrophe. Die Handlung ist wild und over-the-top; das ganze Manga ist motivisch überladen. Der Zeichenstil ist zwar nicht schlecht, aber auch zu wild, alle Bilder gehen übereinander, und während das bei CCS in Ordnung war, weil man trotzdem noch ganz gut erkennen konnte, was Sache war, ist es hier mit dem dunkleren Stil für mich in erster Linie unübersichtlich. Meines Erachtens hat X von allem zu viel. Zu viel OMGTRAGIK!!1!EINSEINSELF!!! Zu viel Weltuntergang. Zu viel Prophezeihung. Zu viele Charaktere. Zu viele Federn und Kirschblütenblätter, die die Seiten überfluten, ohne noch groß Atmosphäre mitzubringen.
Nur Kamui, der Hauptcharakter, ist zu wenig anwesend. Ich sehe ein, daß es ein Charaktermerkmal von ihm ist, daß er nicht viel redet und sich distanziert verhält. In zu vielen Situationen läuft das aber darauf hinaus, daß er die Situation auch nicht mitprägt, sich einfach nicht einbringt. Wie soll ich denn da als Leserin lernen, wer er eigentlich ist, abgesehen von den Beziehungen, die er zu anderen hat?
Am allermeisten nervt mich, daß die wichtigen Ereignisse immer vier- bis fünfmal wiederholt werden, als ob ich es beim ersten, zweiten, dritten Mal nicht kapiert hätte. Liebe Autorinnen, ich bin in der Lage zu lesen, sonst hätte ich euer Manga nicht in die Hand genommen. Ich erkenne auch eine zentrale Szene, wenn ich sie sehe, insbesondere, wenn darin zweieinhalb Leute gestorben sind. Ihr müßt sie nicht recyclen. Oder Moment - ist euch in der Woche nichts eingefallen, mhm?
Natürlich finde ich X nicht gänzlich schlecht, sonst hätte ich nicht bis zum 12. Band gelesen. Ich mag zwar nicht alle Charaktere (manche sind neben ihrer schicksalhaften Rolle im Weltuntergang als Personen recht blaß geblieben), aber doch die meisten. Nach zehn Bänden habe ich dann auch wirklich verstanden gehabt, wer wer ist (das schieb ich nicht auf die Mangaka, das ist mein Problem), und es gefällt mir, daß man auch wirklich über jeden der Charaktere etwas Interessantes erfährt. Irgendwann kam auch die Story etwas mehr in Gang, und es blieb nicht mehr nur bei düsteren Andeutungen ('Jetzt! Beginnt es!' Nein, doch nicht. Vorgeplänkel. 'Jetzt! Geht mal krass die Welt unter, eh!' Oh, doch nicht. Mhm... usw.). Und wenn CLAMP für ihre Verhältnisse nicht so super zeichnen, ist es noch immer weit besser als das, was viele andere Mangaka produzieren.
Doch zugegebenermaßen haben es auch die positiven Seiten an X es nicht recht geschafft, mich bei der Stange zu halten. Mir war das einfach alles zu anstrengend.
Der Grund, daß ich jetzt doch weiterlesen werde, anders als geplant, sind Seishirou und Subaru. Ich weiß jetzt, wie ihre Geschichte ausgeht, und eigentlich ist mir das zu übel und ich will es gar nicht sehen. Die Momente, die zu diesem Ende führen, will ich aber nicht verpassen. Ich zitter' ja schon bei dem Gedanken daran. Also kann ich dann nochmal etwas über X schreiben, wenn ich durch bin. Wer weiß, womöglich werde ich es dann ganz großartig finden?

Also, in der Gegenwart angekommen - xxxHolic. Und darüber darf ich an sich noch nicht viel sagen, ich kaufe mir die Bände und kenne daher erst drei, und natürlich das, was man beim Lesen von Tsubasa durch die Dimensionsfenster der Mokona mitbekommt. Bisher bin ich allerdings schon ausgesprochen begeistert.
Tsubasa und xxxHolic werden parallel geschrieben, und das merkt man, auch wenn der Stil bei beiden sehr unterschiedlich (und je absolut unverwechselbar) ist. Auf allen Ebenen sind diese beiden Manga reifer als das, was ich sonst von CLAMP kenne. Die Zeichnungen sind, auch wenn ich die von Tokyo Babylon und X schon mochte, davon qualitativ Lichtjahre entfernt, weil sie exakter sind, und die Charaktere ein viel individuelleres Aussehen haben. Früher ähnelten manche Charaktere (gerade die breitschultrigen ;)) auf vielen Bildern in meinen Augen sehr den Archetypen des Genres, und es war leicht, sie einmal zu verwechseln, wenn sie in einem fremden Kontext auftauchten - auf den zweiten Blick zwar nicht mehr, und auch nicht auf allen Bildern, aber es kam vor.
Dagegen sind Charaktere wie Doumeiki und Fai, zum Beispiel, ganz und gar unverkennbar. Ich habe auch noch nie in irgendeinem Manga Charaktere gesehen, mit denen man sie verwechseln könnte.
Abgesehen von den Zeichnungen sind auch die Charaktere selbst reifer geworden, erwachsener - das liegt sicher auch daran, daß einige der Hauptcharaktere älter sind als man das bisher kennt. Die Geschichte ermöglicht ihnen, sich weiterzuentwickeln, anstatt sich in einem immer wiederkehrenden Muster zu drehen. Und sie haben unendlich viele Facetten.
Bei xxxHolic gefällt mir zudem besonders, daß da eine andere Art von Abenteuern erzählt wird. Die Stimmung ist ruhiger. (Und das liegt sicher auch wieder mit daran, daß der Zeichenstil ruhig ist). Alles fühlt sich irgendwie... verwurzelter an.
Nun, aber eigentlich weiß ich das alles gar nicht so genau. Erstmal muß ich weiterlesen!

Wer sich jetzt hier durchgekämpft hat, weiß jedenfalls nun, daß Tsubasa und xxxHolic im CLAMP-für-Erwachsene-Bereich superior sind. Und daß ihr sie lesen müßt. :D

May. 11th, 2008

About Tsubasa Chapter 189.

1. Reading an ongoing manga series is clearly not the right hobby for me. Those chapters are awfully short.

2. What's the wank about? I heard that the fandom's reaction to this chapter must have been an uproar, but I'm not quite getting why that is. Probably there's some important detail I didn't understand. So... here be spoilers )

In other news, I have visitors for the WGT, but they're at a party now, so I can be at home alone doing nerdy stuff.
I made a new character for pen&paper rpg (DSA) who was inspired by TRC's Sakura. She has red hair, big blue-green eyes and is very cute. And a magician whose specialty is mind-control (für die ExpertInnen: eine Fasarer Beherrschungsmagierin). I enjoyed playing her so much, I have no idea how I managed without her.

May. 7th, 2008

krass geheim echt jetzt

Ahem. Ich muß das unter einen Cut tun.
versteckt )

Die Sache, die mir weniger komisch vorkommt, ist, daß [info]lunafenice und ich uns Mokona bestellt haben, ein schwarzes (für sie) und ein weißes (für mich). Ich finde das nämlich total normal. %D Ich freue mich schon so darauf, daß sie kommen, und ich meine Freunde damit verrückt machen kann!!!

Vielleicht mach ich nachher noch das Meme, bei dem man sein jugendliches Ich zeichnet. Ich hab ja sonst nichts Wichtiges zu tun.... *hust* :)

Apr. 29th, 2008

"this guy" und die anderen Leute.

Also eventuell vielleicht sollte ich jetzt schlafen gehen, aber es ist schon so hell draußen - komisch, dieser Frühling.
Wenn man sich aber mal ausnahmsweise extrem fannish fühlt, sollte man das in sein Journal schreiben, finde ich. Auch dann, wenn man die Nacht durch Mangas hat lesen müssen und deshalb das Gehirn nicht mehr richtig funktioniert, nein, sogar besonders dann, weil dann man supererweise noch eine Entschuldigung für alle Inkohärenzen mitgeliefert kriegt und dafür, daß man gar nichts Interessantes über sein schönes Fandom zu erzählen hat.
Ist doch auch egal. Wenn ich ein Fandom entdecke, kennen das alle anderen meistens eh schon (ganz sicher in diesem Fall), und es macht nichts, wenn ich niemanden einführe und auch überhaupt gar nichts sage - außer vielleicht, daß ich ganz verliebt bin (im Allgemeinen und im Speziellen).
Und ein wenig erschlagen auch, 134 Kapitel in zwei Tagen.

Sagte ich schon, daß ich verliebt bin? :)
*herzt Fandom* *herzt einzelne Charaktere* *herzt plüschige Charaktere* *herzt Augenklappen*
Augenklappen sind ein super Fetisch. Insbesondere, wenn man sie (das ist jetzt theoretisch) mit Uniformen kombinieren würde.
OMG.
Bett.